In Bernardo Bertoluccis kontroversen Film aus dem Jahre 1973 spielt Marlon Brando die Hauptrolle eines in Paris lebenden, vom Selbstmord seiner Frau tief erschütterten Amerikaners, der eine nihilistische sexuelle Beziehung mit einer jungen Frau (Maria Schneider) eingeht. Der Film schockiert noch immer, nicht einfach nur wegen seiner (manchmal unkonventionellen) Sexsequenzen, sondern weil Bertoluccis Protagonist darauf besteht, dass die Liaison anonym bleibt, eine Erfahrung, die nicht miteinander geteilt, sondern von beiden Seiten lediglich für sich genossen wird.

Bertolucci arbeitet hier zudem sehr metaphorisch: In gewisser Weise ist Brandos unverbindliche Verbindung eine Metapher für eine bestimmte Haltung gegenüber dem Filmemachen. Jean-Pierre Léaud spielt eine weitere Hauptrolle, aber mehr als alles andere stellt Der letzte Tango von Paris ein Vehikel für die großartige schauspielerische Leistung Marlon Brandos dar.





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