Die Tigerin
Im verruchten Berlin der zwanziger Jahre treibt die laszive Pauline, genannt 'Die Tigerin', ihr Unwesen. Dank ihrer hocherotischen Ausstrahlung liegt ihr jeder Mann zu Füßen. Durch Zufall trifft Pauline auf den Hochstapler Andrei, der ihr in puncto Verführungskunst mindestens ebenbürtig ist. Die beiden fliehen vor dem gewalttätigen Ex-Lover der Tigerin ins mondäne Karlsbad, wo sie verbitterten Reichen das Leben versüßen und das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Doch hin- und hergerissen zwischen sexuellen Obsessionen, rasender Eifersucht und ehrlichen Gefühlen bringt es das Ganoven-Paar nicht fertig, materiellen Nutzen aus der Zweckgemeinschaft, die längst keine mehr ist, zu ziehen. Das langjährige Lieblings-Projekt des deutschen Erfolgsproduzenten Dieter Geissler ('Knight Moves') verarbeitet Motive des Kult-Romans von Walter Serner.

Als Regisseurin erweist sich die Drehbuch-Autorin Karin Howard ('Die unendliche Geschichte 2') bei ihrem Debüt leicht überfordert. Auch wenn die Atmosphäre des Berlins der 20er Jahre noch stimmig getroffen ist, gelingt es der Geschichte nicht so recht zu fesseln. James Remar ('Wolfsblut') und Valentina Vargas, die in 'Name der Rose' dem Novizen und dem Zuschauer ordentlich eingeheizt hat, mühen sich redlich um dampfende Erotik. Im Kino wollte sich der erhoffte Erfolg nicht einstellen, auf Video könnte der Erotik-Thriller verspätet vom PR-Feuerwerk im vergangenen Jahr profitieren.



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